Das Silvester-Feuerwerk in Ischgl
Ischgl gehört zu den wenigen großen Alpen-Silvesterzielen, die noch ein offizielles Feuerwerk veranstalten — und gleich ein doppeltes: Zum Jahreswechsel brennen über dem Ort zwei Feuerwerke ab, synchron zur Musik als „Feuerwerk & Klangwolke“.
Diese Seite erklärt, wo gezündet wird, von wo aus Sie am besten sehen und was für private Pyrotechnik gilt.
Ablauf und Abschussstellen
Die beiden Abschussstellen liegen auf der Madleinseite und am Prennerhang — auf beiden Talseiten, sodass das Feuerwerk von fast überall im Ortsgebiet sichtbar ist. Die Musik läuft synchron zur Pyrotechnik; daher der Name „Klangwolke“.
Veranstalter sind der Tourismusverband Paznaun-Ischgl gemeinsam mit den Bergbahnen. Der Höhepunkt liegt um Mitternacht, das genaue Programm des Abends wird jährlich festgelegt.
Die besten Plätze
Durch die zwei Abschussstellen gibt es keinen einzelnen besten Punkt — die Wahl ist eher eine Frage von Stimmung und Andrang.
Dorfzentrum und Fußgängerzone: mitten im Geschehen, Countdown mit Publikum, dafür dicht gedrängt.
Ortsränder mit freiem Blick auf beide Hänge: ruhiger, und beide Feuerwerke gleichzeitig im Blick.
Silvretta Therme: Das Silvester-Special des Hauses führt von 19:00 bis 2:00 Uhr durch die Nacht — der Blick auf das Feuerwerk aus dem warmen Wasser, planbar und ohne Gedränge. Einzelheiten unter Silvretta Therme.
Hotel- und Restaurantterrassen: Viele Häuser richten den Silvesterabend auf den Mitternachtsblick aus. Fragen Sie bei der Tischreservierung ausdrücklich nach der Blickrichtung.
Wer es kleiner mag: Auch Galtür, Kappl und See haben eigene Feuerwerke — die Übersicht steht unter Paznaun.
Private Raketen: die Rechtslage
Das offizielle Feuerwerk ist genehmigte Pyrotechnik, gezündet von Fachleuten. Für Privatpersonen gilt etwas anderes.
Nach § 38 des österreichischen Pyrotechnikgesetzes 2010 ist die Verwendung von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 — also der üblichen Silvesterraketen und -batterien — im Ortsgebiet verboten. Ausnahmen kann allein die Gemeinde per Verordnung zulassen. Verstöße sind Verwaltungsübertretungen und können mit Geldstrafen bis zu 3.600 Euro geahndet werden.
Dazu kommt die Lage im Gebirge: Schneelage, Holzbauten und dichte Bebauung sind der Grund, warum Tiroler Gemeinden hier zurückhaltend bleiben. Kurz gesagt: Das Feuerwerk gehört den Profis. Wunderkerzen der Kategorie F1 sind die unkritische Alternative — auch die nicht in Innenräumen und nicht an Holzfassaden.
Häufige Fragen
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